Was ist eine Bankleitzahl (BLZ)?
Die Bankleitzahl (BLZ) ist eine in Deutschland verwendete achtstellige Kennzahl zur eindeutigen Identifikation von Kreditinstituten. Sie wurde 1970 von der Deutschen Bundesbank eingeführt und ist heute fester Bestandteil jeder deutschen IBAN. Die Bankleitzahl ermöglicht die präzise Zuordnung von Überweisungen zum richtigen Kreditinstitut und zur korrekten Filiale.
Mit der Einführung der IBAN im Jahr 2014 wurde die BLZ nicht ersetzt, sondern integriert: Die Stellen 5-12 einer deutschen IBAN enthalten die vollständige Bankleitzahl. Somit bleibt die BLZ auch im modernen SEPA-Zahlungsverkehr das zentrale Identifikationsmerkmal deutscher Banken.
Aufbau der Bankleitzahl
Die achtstellige Bankleitzahl folgt einem systematischen Aufbau, der sowohl geografische als auch institutionelle Informationen codiert:
- 1-3 Clearing-GebietDie ersten drei Ziffern bezeichnen das regionale Clearing-Gebiet. Deutschland ist in neun Gebiete unterteilt (1-9), wobei 1 für Berlin, 2 für Bremen/Hamburg, 3 für Düsseldorf, 4 für Bielefeld, 5 für Frankfurt, 6 für Stuttgart, 7 für München, 8 für Nürnberg und 9 für Saarbrücken steht.
- 4 BankengruppeDie vierte Ziffer gibt Auskunft über die Art des Kreditinstituts. 0 steht für Bundesbank, 1-3 für Kreditbanken, 4 für Commerzbank, 5 für Sparkassen, 6-9 für Genossenschaftsbanken.
- 5-8 InstitutsnummerDie letzten vier Ziffern identifizieren das spezifische Institut bzw. die Filiale innerhalb der Bankengruppe und des Clearing-Gebiets.
BLZ in der IBAN
In der deutschen IBAN finden Sie die Bankleitzahl immer an derselben Position: den Stellen 5 bis 12 (nach Ländercode und Prüfziffer). Bei einer IBAN wie DE89 37040044 0532013000 ist "37040044" die BLZ der Commerzbank Köln. Die BLZ "370" steht für das Clearing-Gebiet Düsseldorf (Bereich Köln), die "4" für eine Kreditbank.
Geschichte der Bankleitzahl
Vor 1970 verwendete jede Bank eigene Kontonummernformate, was den Zahlungsverkehr kompliziert machte. Die Einführung des einheitlichen BLZ-Systems durch die Bundesbank standardisierte den inländischen Zahlungsverkehr grundlegend. Ursprünglich wurden Bankleitzahlen manuell in Überweisungsformularen eingetragen - heute sind sie in die IBAN integriert und werden automatisch verarbeitet.
Die Deutsche Bundesbank aktualisiert das BLZ-Verzeichnis vierteljährlich. Änderungen entstehen durch Bankfusionen, Neugründungen oder Schließungen von Filialen. Unser Tool nutzt die aktuellen Bundesbank-Daten, um Ihnen stets korrekte Informationen zu liefern.